Städtische Verkehrskonferenz 26.11.2019

Am 26.11.2019 fand die Städtischen Verkehrskonferenz (kurz SVK) statt. Dabei stellte Stefan Gerber die aktuellen Pläne von Stadtbus zum Fahrplanwechsel 20/21 vor und präsentierte einen Ausblick auf den Fahrplanwechsel 22/23. In einer offenen Diskussionsrunde konnten die Quartiervertretungen anschliessend ihre Wünsche und Begehrlichkeiten präsentieren.

Das Anliegen von einer Busanbindung von Stadel und Grundhof war bereits auf der Liste der Begehren von Stadtbus aufgeführt und wir haben diese Gelegenheit genutzt um unser Anliegen einmal mehr zu positionieren. In der 3/4h welche für die Anhörung der Anliegen aus den Quartieren zur Verfügung stand, konnten wir unsere Anliegen gut positionieren. Markus Läderach war ebenfalls anwesend, er hat uns mit seinem Statement ebenfalls unterstützt.

Die Antworten seitens der Herren Niederöst und Gerber kann ich folgendermassen zusammenfassen:

  • Es wurden für Stadel bereits verschiedene Varianten durchdiskutiert. Bislang wurde noch keine gefunden, welche als realisierbar eingestuft wurde.
  • Die gesetzliche Auflage, dass Ortsteile mit mehr als 300 Einwohner zwingend mit ÖV erschlossen sein müssen, sei mit einer Wirtschaftlichkeitsklausel abgeschwächt. So muss vom ZVV aus eine Rentabilität von min. 30% möglich sein um ein Angebot realisieren zu können.
  • Niederöst: Für Stadel gibt es keine Anbindungsmöglichkeit, welche als «Abfallprodukt» einer bestehenden Verbindung realisiert werden könnte.
  • Der Betrieb von Schulbussen ist bis auf Ausnahmen (Linie 7) völlig unabhängig vom Linienbetrieb von Stadtbus Winterthur, entsprechende Synergien gäbe es nicht.

Stefan Fritzschi hat eine Bemerkung gemacht zum Bahnhof Reutlingen: Offenbar soll es seitens SBB eine Zusage für den behindertengerechten Ausbau vom Bahnhof Reutlingen geben. Dabei soll eine einfache Rampe an Teilen vom Perron den niederflurigen Einstieg in entsprechende Züge ermöglichen. Markus Läderach hat davon offiziell allerdings bislang (noch) nichts mitbekommen.

Es scheint als ob die Politik in Winterthur offenbar billigend in Kauf nimmt, dass Bewohner von weniger zentrumsnahen Stadtteilen wohl oder übel aufs eigene Auto angewiesen sind.
Nicht zuletzt für die ältere Generation, der dieselben Leute gerne die Fahrtüchtigkeit abspricht, folgt daraus eine logistische Herausforderung.
Wie sich dieses Konzept seitens der Stadtentwicklung (also mindestens 2 Autos pro Familie) für grosse Teile der Bevölkerung mit Klimaschutzanliegen und Energieverbrauchsreduktion vereinbahren lässt, haben uns die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik der Stadt Winterthur bislang noch nicht beantwortet.

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